Lebensraum Linden Navigator

Kreuzung Limmerstraße/Kötnerholzweg

Adresse

Hannover, Kreuzung von Limmerstraße und Kötnerholzweg

Tipp auf der Karte anzeigen »

Weitere Informationen

Die Bebauung im nahen Umfeld der Straßenkreuzung Limmerstraße/Kötnerholzweg hat sich immer wieder verändert.

In der Limmerstraße 65 befand sich zwischen 1874 und Mitte der 1920er Jahre die Bürgerschule 49 mit 765 Plätzen für Schülerinnen und Schüler. Das Schulgrundstück grenzte nach Norden an die Limmerstraße und nach Westen an den Kötnerholzweg.


Nach Ende der schulischen Nutzung wurde das Gebäude zum Wohnhaus umfunktioniert. Im Jahr 1942 wurden darin Büros der "Deutschen Arbeitsfront" (DAF), Ortsgruppe Fösse, und der "Nationalsozialistischen Volksfürsorge" (NSV), Ortsgruppe Küchengarten, eingerichtet. Das Gebäude wurde ca. 1943 durch Bomben zerstört. Dabei gab es mehrere Todesopfer.

Im Nachbarhaus Limmerstraße 67, unmittelbar an der Straßenkreuzung, befand sich die Gastwirtschaft Ostfeld.

Nach dem Abriss des alten Eckhauses wurde das Grundstück als kleiner Platz in den Straßenraum einbezogen. An Stelle des ehemaligen Schulgebäudes wurde ein Wohnhochhaus errichtet, in dem auch eine Zweigstelle der Sparkasse und eine Postfiliale untergebracht waren. Letztere wurde inzwischen aufgegeben und als "Post light" einige Häuser weiter in die Limmerstraße verlagert.

Zwischen der Limmerstraße, Brakebusch Garten/Velvetstraße und der Pfarrlandstraße stand hundert Jahre lang die Arbeiterwohnsiedlung "Weberhäuser". Sie wurde zwischen 1872 und 1875 von der Mechanischen Weberei für Belegschaftsmitglieder und deren Familien errichtet. 1973 wurde die Arbeitersiedlugn im Zuge der Stadtteilsanierung Linden-Nord abgerissen. An ihrer Stelle wurde das Altenzentrum "Werner-Blumenberg-Haus" neu gebaut.

Der zur Limmerstraße angrenzende Teil der Velvetstraße wurde in Offensteinstraße umbenannt. Der gebürtige Lindener Wilhelm Josef Offenstein (1889 - 1964), der aus armen Arbeiterverhältnissen stammte, war von 1928 bis 1936 Pfarrer der katholischen St. Benno-Kirche. Er engagierte sich seit Anfang der 1920er Jahre politisch als Mitglied und Abgeordneter der Zentrumspartei. Während des Nationalsozialismus geriet er wiederholt mit dem Regime in Konflikt.

« zurück zur Übersicht »