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Schwanenburg

Adresse

Wunstorfer Straße 14
Hannover

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Weitere Informationen

902000064

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Um 1830 pachtete ein Schiffsbaumeister namens Hartje das Gelände der späteren 'Schwanenburg' und betrieb dort eine kleine Werft. Ein späterer Nachfolger legte an gleicher Stelle einen Lustgarten mit zwei Teichen an. Vor 1890 pachtete der Wirt August Stein aus Hannover den Gastbetrieb und gab ihm den Namen "Schwanenburg".

1896 kaufte der jüdische Fabrikant Max Rüdenberg den gesamten Komplex, erweiterte das Ausflugslokal um zwei Konzertsäle und baute benachbart eine Bettfedernfabrik auf. Im Zuge der Judenverfolgung während des Nazionalsozialismus wurde nicht nur die Bettfedernfabrik, sondern auch der Gaststättenbereich enteignet und stillgelegt. Max Rüdenberg und seine Frau Margarethe wurden nach Theresienstadt deportiert und starben dort.

Nach Kriegsende 1945 waren in Hannover die meisten Theater und Kinos zerstört. Deshalb wurden die noch verbliebenen Konzertsäle der 'Schwanenburg' wieder genutzt. Beim Bau des Westschnellwegs 1960/61 wurden die Gaststätte und die Konzerthalle abgerissen.

Horst Bohne hat die Geschichte der 'Schwanenburg' nachgezeichnet.

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