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4 Über den Von-Alten-Garten

Linden

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Station 4 der Adam-Seide-Tour: ehem. Außenmauer des Von-Alten-Gartens

Frühere Außenmauer des Von-Alten-Gartens an der

Frühere Außenmauer des Von-Alten-Gartens an der "Wachsbleiche" [Foto 2017: Manfred Wassmann]

4 Über den von Alten Garten

Lampenschirm aber geht, er geht, geht, geht, geht den Weg, der an der Mauer des Von-Altenschen Gartens entlang führt.

Kurz und eigenwillig dazu die  Geschichte des Gartens & seiner Besitzer:

Ein erster Garten an dieser Stelle soll seine Wurzeln bereits im 13. Jahrhundert gehabt haben. Doch das tatsächliche Schaffen einer Gartenanlagen hat wohl erst nach 1688 begonnen, als die von Alten Grund & Boden aus Geldnot an den Hofmarschall des hannoverschen Herzogs Ernst-August, Franz-Ernst von Platen, verpachteten. Dieser ließ sich einen französischen Barockgarten anlegen mit allem was dazu gehört, einschließlich einem Tiergehege.

Ein Lustschloss, etwa in der Mitte des Gartens, krönte ab 1692 das Ganze, das sich in nordwestlicher Richtung bis in die Nähe des heutigen Lindener Marktplatzes dehnte, und in süöstlicher bis weit über den Deisterplatz hinaus reichte. 1718 wurde er mit einer Mauer umschlossen, deren Rest auch heute noch zu sehen ist.

1728 hätte der Besitz laut Vertrag an die Familie von Alten rückverkauft  werden müssen. Doch erst nach einem Rechtsstreit, der bis 1816 dauerte, kam es wirklich dazu, und ab 1830 begann die Familie von Alten damit, stückweise, nach und nach, „schlucksesiewe“, lindenerisch gesagt, Teile des Areals für den Bau der ständig stärker vordrängenden Industrieanlagen für beträchtliche Summen zu versilbern. Erst 1927, Linden gehörte seit 1920 zu Hannover, verhinderte die „Unterschutzstellung“ des Schlosses den weitestgehenden Verkauf,  vielleicht den Ausverkauf der Grünanlagen samt Schloss. Das wurde im April 1945 von einer Brandbombe getroffen und brannte, da es ganz aus Holz gebaut war, bis auf die Fundamente nieder.

[© Günter Müller]

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